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Tipps

Was Sie beim Vergleich der Leistung von Wärmepumpen beachten sollten

„Äpfel mit Äpfeln“ vergleichen

veröff. am Mittwoch, 1. August 2018 |

Die Leistung einer Wärmepumpe, d.h. die Wärmeenergie, die sie an das Schwimmbecken abgibt, ist abhängig von der Luft- und Wassertemperatur sowie von der in der Luft enthaltenen Feuchtigkeit. Da es keinen offiziellen Standard gibt, zu dem Hersteller die Leistung der Wärmepumpe angeben müssen, herrscht auf dem Markt ein Durcheinander an Werten und Leistungsparametern für Wärmepumpen, die für viele Poolbesitzer eine seriöse Einschätzung der Leistungsfähigkeit einer Wärmepumpe nahezu unmöglich macht. Dieser Artikel gibt eine Hilfestellung, wie sich die Leistung einer Wärmepumpe einordnen lässt und so den Vergleich verschiedener Fabrikate erleichtert.

 

 

 

Das Funktionsprinzip einer Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nimmt Energie aus dem Stromnetz zum Betrieb des Lüfters und zusätzlich Wärmeenergie aus der Luft auf und gibt diese Wärmeenergie an das Beckenwasser ab. Ist die Umgebungsluft warm, lässt sich dieser mehr Energie entziehen und die Leistungsabgabe an das Becken steigt. Die Wärmepumpe arbeitet folglich effizienter. Der Leistungskoeffizient einer Wärmepumpe, der sog. C.O.P. gibt Auskunft darüber, wie effizient eine Wärmepumpe Wärmeenergie in das Becken bekommt. Ein C.O.P. von 5 besagt zum Beispiel, dass für 1 kW Leistung aus dem Stromnetz, das 5-fache an Energie, d.h. 5 kW an das Becken zugeführt werden kann. Der C.O.P. wird zusätzlich von der Wassertemperatur (je wärmer das Wasser, desto höher der C.O.P.) und der Luftfeuchtigkeit (je mehr Feuchte in der Luft, desto höher der C.O.P.) beeinflusst.

Kein einheitlicher Mess-Standard für die Leistung einer Wärmepumpe

Es liegt naturgemäß im Interesse des Poolbesitzers, eine Wärmepumpe mit hohem C.O.P. zu erwerben, da  dies mit einem geringen Stromverbrauch einher geht und gut für den Geldbeutel ist. Für Anbieter ist es verlockend ihre Wärmepumpe mit einem hohen C.O.P. zu bewerben. Dies ist auch in der Praxis zu beobachten: viele Hersteller messen die Leistung ihrer Wärmepumpe bei günstigen (hohen) Temperaturen und können ihre Wärmepumpe so als besonders leistungsstark darstellen und sich von Wettbewerbern abheben.

Um eine Vergleichbarkeit der Wärmepumpen zu gewährleisten, wurde von führenden Herstellern zusammen mit dem renommierten französischen Normierungs- und Prüfungsinstitut AFNOR, unter dem Banner der sog. „Norm France“(NF), ein Standard entwickelt, gemäß dem die Leistung  einer Wärmepumpe bei einheitlichen Bedingungen von 26°C Lufttemperatur, 15°C Wassertemperatur und 70% Feuchte zu messen ist. Zodiac Wärmepumpen sind gemäß NF zertifiziert und weisen die Leistung entsprechend aus. Bislang ist dieser Standard aber nicht bindend und wird daher nur von einem Teil der Hersteller genutzt. Das führt zu der unbefriedigenden Situation, dass ein Käufer die Leistung von Wärmepumpen nicht ohne Weiteres vernünftig vergleichen kann.

Wärmepumpen mit Invertertechnik (regulierbarer Leistung) erschweren die Vergleichbarkeit

Klassische Wärmepumpen arbeiten nur bei 100% Leistung.  Seit einiger Zeit etablieren sich Wärmepumpen  mit sog. Invertertechnik auf dem Markt, bei denen sich die Kompressordrehzahl reduzieren lässt, sodass die Wärmepumpen nicht nur bei voller Leistung, sondern auch mit geringerer Geschwindigkeit / Leistung laufen können. Das macht vor allem dann Sinn, wenn ein Becken im Sommer bereits warm ist und lediglich – mit minimalem Energiebedarf – auf Temperatur gehalten werden muss. Bei reduzierter Geschwindigkeit arbeitet die Wärmepumpe effizienter, d.h. mit einem höheren C.O.P. und leiser. Die Vergleichbarkeit einzelner Wärmepumpen wird durch die Invertertechnik erschwert, da einige Hersteller mit einem hohen C.O.P. bei geringer Geschwindigkeit werben, was für den Poolbesitzer allerdings nicht immer offensichtlich bzw. schwer zu durchschauen ist. So passiert es, dass Poolbesitzer unbewusst „Äpfel mit Birnen“ vergleichen, wie in der nachstehenden Grafik dargestellt:

So lässt sich die Leistung einer Wärmepumpe besser einschätzen und vergleichen

- Achten Sie darauf, bei welchen Parametern / Temperaturen die Werte ausgewiesen werden. Nur wenn C.O.P. und Leistungsabgabe bei identischen Parametern gemessen werden, lassen sich diese vergleichen, vorausgesetzt, dass die Werte vom jeweiligen Hersteller an sich korrekt gemessen und wiedergegeben werden. Je größer die Abweichung der Messbedingungen, desto weniger sind die Daten vergleichbar. Anbieter können die Werte bei verschiedenen Parametern angeben und neben einem „werblichen Wert“ zusätzlich die Leistung gemäß der „Norme France“ ausweisen. Somit kann sich ein zweiter Blick in die Leistungsdaten lohnen.

- Neben dem C.O.P. geben Hersteller eine Poolgröße an, für die die Wärmepumpe geeignet ist. Auch diese Aussagen können ein Stück weit willkürlich sein, häufig relativieren sich hier aber große Unterschiede bei angegebenen Leistungsparametern.

- Stellen Sie bei Wärmepumpen mit Invertertechnik sicher, dass Sie Werte vergleichen, die bei gleicher Leistung bzw. bei gleichen Bedingungen gemessen wurden. Nur so können Sie Werte verlässlich einordnen und vergleichen.

- Nutzen Sie den Wärmepumpenrechner auf unserer Webseite, um eine grobe Vorstellung von ihrem Heizbedarf bzw. von der nötigen Leistungsstärke der Wärmepumpe für ihrem Pool zu ermitteln

Lassen Sie sich von einem Fachhändler beraten

Das wichtigste ist, dass die neue Wärmepumpe Ihren Pool vernünftig warm bekommt, gerade auch in den Übergangsmonaten April/Mai und September. Daher empfehlen wir immer, einen Experten zu Rate zu ziehen. Qualifizierte Zodiac Fachhändler finden Sie auf unserer Webseite im Händlerverzeichnis. Diese berechnen für Sie mit Hilfe der ZODIAC Software BILPI (Bilan Piscine) den konkreten Heizbedarf für Ihren Pool, unter Berücksichtigung aller Spezifikationen Ihres Pools (z.B. Lage, Größe, Abdeckung) sowie Ihrer individuellen Bedürfnisse (Wunschtemperatur, Nutzungszeitraum des Pools). So stellen Sie sicher, dass sie eine passende, ausreichend dimensionierte Wärmepumpe für Ihren Pool wählen.

Fazit: Augen auf bei der Auswahl der Wärmepumpe. Vergleichen Sie „Äpfel mit Äpfeln“, hinterfragen Sie extrem positive Leistungsparameter und ziehen Sie im Zweifel einen Fachmann zu Rate. Nichts ist ärgerlicher, als wenn Sie viel Geld für eine Wärmepumpe ausgeben, diese aber Ihren Pool nicht warm bekommt bzw. Ihren Geldbeutel im Unterhalt über die Maße belastet, da die Wärmepumpe nicht so effizient arbeitet und dadurch mehr Strom benötigt / länger laufen muss, als anhand der Werbebotschaften vermutet.

veröff. am Mittwoch, 1. August 2018 |